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Hermann Neubauer

AM WEG ZUR PROJEKT-E SENSATION AUSGEBREMST

Höljes, Schweden.Hermann Neubauer war bei der „Projekt-E“ Premiere in Höljes der schnellste Mann.  Im Kampf mit US-Star Ken Block bremste den Salzburger nur ein Antriebswellendefekt. 

Am Ende gibt’s „nur“ Platz drei, dennoch ist Neubauer mit der Erfahrung zufrieden

612 PS, 1.000 Nm Drehmoment, 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h – die elektrischen „Raketen auf Rädern“ katapultierten sich im schwedischen Höljes zum ersten Mal bewerbsmäßig in die Rallycross-Umlaufbahn – mit ganz viel Know-How und Talent aus Österreich: Neben Rallye-Legende Manfred Stohl, der mit seiner STARD-Mannschaft für den rein elektrischen Einheitsantriebsstrang samt Hochvoltbatterie und die serienfahrzeugbasierte Umsetzung für verschiedene Hersteller verantwortlich zeichnete, griff der zweifache Rallye-Staatsmeister Hermann Neubauer ins Lenkrad.

Sein erster Eindruck nach dem Shakedown in Höljes: „Brutal, die Autos sind echte Raketen. Der Vortrieb ist beeindruckend, die volle Leistung ab der ersten Millisekunde raubt einem den Atem.“ Und das, obwohl der Salzburger in seiner Karriere schon mit der absoluten Rallye-Königsklasse, den World Rally Cars, unterwegs war. „Auch wenn man das nicht unbedingt direkt vergleichen kann, aber die Fahrt in so einem Projekt E Ford Fiesta ERX ist noch einmal um einiges brutaler als in einem Ford Fiesta WRC“, so Neubauer.

Als Teamkollege von US-Superstar Ken Block startete Hermann Neubauer also beim ersten Einladungsrennen der „Projekt E“ und war dabei von Beginn an der Mann, den es zu schlagen galt. Mit dem bis zu 240 km/h schnellen Boliden dominierte er die Vorläufe und zeigte am gesamten Wochenende seinen Speed. Da hätte US-Boy Block auch im Finale das Nachsehen gehabt – wenn nicht eine Antriebswelle am Ford Fiesta ERX nach zwei Runden den Geist aufgegeben hätte: „Hättiwari gibt’s leider nicht. Ich bin über einen Curb drübergefahren und plötzlich war der Vortrieb weg,“ analysierte ein etwas enttäuschter Hermann Neubauer, der dem möglichen Sieg im Premieren-Rennen verständlicherweise nachtrauerte.

Dennoch fällt sein Fazit nach dem Schweden-Ausflug positiv aus: „Es war eine absolut sensationelle Erfahrung! Vielen Dank an Manfred Stohl und das gesamte STARD-Team, danke an die Organisatoren und natürlich ein großes Dankeschön an meine Sponsoren, die bei diesem doch sehr spontanen Abenteuer begeistert dabei waren. Ich bin jedenfalls auf den Geschmack gekommen und kann mir weitere Starts sehr gut vorstellen.

Meine Fans sollen sich aber keine Sorgen machen, sobald wir wieder Rallye fahren dürfen, bin ich natürlich auch dort wieder mit vollem Engagement am Start!“

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