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Luca Waldherr

Ein ständiger Kampf gegen die innere Bremse

Weiz.Luca Waldherr und Copilotin Claudia Maier holten bei der Rallye Weiz unter unerwarteten Umständen einen guten fünften Gesamtplatz

Mit gemischten Gefühlen war das Duo Luca Waldherr und Claudia Maier zur Rallye Weiz angereist. Zum einen erstmals mit einem allrad-getriebenen Rally2-Auto am Start einer bekannt schwierigen Rallye, zum anderen aber bei günstigem Verlauf doch auf einen Podestplatz schielend. Dass dann ein Hoppala beim Shakedown den Respekt vor der Herausforderung noch erhöhen sollte, war eigentlich nicht eingeplant. Aber gegen die Bremse aus dem inneren des Körpers ist dann leider doch kein Kraut gewachsen.

„Beim allerletzten Testlauf vor dem Start am Freitag ist mir ein Fahrfehler passiert. Wir sind ins Rutschen gekommen und haben mit dem Citroen C3 Rally2 rund 30 Meter eines Weidezauns ramponiert“, erklärt Luca Waldherr. Da wusste er freilich noch nicht, dass sich dieses Malheur durch sein ganzes Wochenende, sprich die ganze Rallye ziehen würde.

Und weil nicht nur der Weidezaun, sondern auch das Wettbewerbsfahrzeug einiges abbekommen hatte, musste die Mechaniker-Crew von Waldherr Motorsport Schwerarbeit leisten. Einige Teile mussten sogar in einer Blitzaktion von Stohl Racing aus Groß-Enzersdorf neu beschafft werden.

„Ich muss ehrlich gestehen, dass mich dieser Ausrutscher dann doch irgendwie gebremst hat“, sagt der 31-jährige Vize-Staatsmeister des letzten Jahres. Die Ehrfurcht vor dem berüchtigt rutschigen Asphalt rund um Weiz wurde dadurch nicht kleiner. Zumal Luca Waldherr zwar schon oft am Start der Rallye Weiz stand, aber immer nur mit kleineren frontgetriebenen Autos, noch nie jedoch mit der Wucht des Citroen C3 Rally2.

Luca Waldherr: „Das ist wie Tag und Nacht, also überhaupt nicht vergleichbar, weil du mit einer noch nie erlebten Geschwindigkeit zu Stellen kommst, die du aus der Vergangenheit mit einem „Zweiradler“ locker gemeistert hast.“ Wenn dann auch noch der Kopf unfrei ist, mutiert die Aufgabe zur Hürde, die Hürde zum Hindernis und das Hindernis schlussendlich zur unfreiwilligen Bremse. 

Diese Wahrnehmung ließ Luca Waldherr die ganze Rallye Weiz nicht los. Dass da am Ende sogar noch ein fünfter Platz in der Gesamtwertung zu Buche stand, verdankt der Niederösterreicher zum einen wohl der Gelassenheit seiner routinierten Copilotin Claudia Maier, zum anderen dem letzten Rest seines angeborenen Racer-Instinkts, der sich einfach durch nichts und niemand bremsen lässt.

 

Sportpressedienst

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