
Wolfsberg.Nach dem dritten Platz beim Saisonauftakt zur TEC7 ORM2 (der Rallye-Staatsmeisterschaft für seriennahe Rallyefahrzeuge) bei der „Jännerrallye“ und dem Sieg im Rebenland im März bauen Knobloch/Fürst mit einem hart erkämpften 2. Platz Ihre Meisterschaftsführung beim 3. Lauf zur TEC7 ORM 2026 im Lavanttal aus.
Nach zwei Jahren Pause im Lavanttal – zum letzten Mal war Günther Knobloch gemeinsam mit Jürgen Rausch im Lavanttal mit einem Skoda Rally2 im Jahr 2023 am Start – reiste der Grazer diesmal gemeinsam mit seinem Co-Piloten der aktuellen Saison, Erik Fürst, ins Lavanttal. Mit großen Ambitionen – schließlich lag das Duo nach einem fulminanten Endspurt im Rebenland und dem ORM2-Sieg mit 0,3 Sekunden Vorsprung vor Zellhofer/Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in Führung der ORM2 Kategorie, der seriennahen Rallye Staatsmeisterschaft für Allradfahrzeuge. Aus zeitlichen Gründen war für das Duo Knobloch/Fürst kein Test vor der Lavanttal Rallye – das Team startete nach rund 6 KM „Warm-up“ beim Shake-down in die Rallye.
Knobloch: „Nach rund einem Monat Pause im Rallyeauto waren die 6 KM vor der Rallye für mich etwas zu wenig – das war aber nur einer der Gründe für den etwas verhaltenen Start in die SP1. Gleich nach dem Sprung machte unser Clio ein fürchterliches, mechanisches Geräusch – das hörte zwar nach wenigen Sekunden wieder auf, brachte Erik und mich aber etwas aus dem Konzept. Auf SP2 holten wir aber unsere erste ORM2-Bestzeit, nach den ersten sechs Sonderprüfungen gingen wir auf Platz zwei (hinter Lichtenegger/Ettel) relativ zufrieden in die Nachtruhe. Der Rückstand war mit 19,7 Sekunden (4/10tel am Kilometer) zwar etwas größer als erhofft, aber immerhin vor unseren engsten Verfolgern in der ORM2-Staatsmeisterschaft, Zellhofer/Seidl.“
Der zweite Tag verlief ähnlich wie der erste – nach einem etwas verhaltenen Start auf SP7 konnte sich das Team auf SP8 über die erste ORM2-Bestzeit freuen, mit einer starken Pace und einem Zeitrückstand auf die Spitze von unter 2 Sekunden am KM, der etwa dem Pace-Unterschied zwischen den Rally3 und den Rally2-Fahrzeugen entspricht. Es entstand über den Tag ein spannenden Duell zwischen Knobloch/Fürst, Zellhofer/Seidl und Stengg/Kobal, in dem Knobloch/Fürst am Ende die Oberhand behalten konnten. Das ORM2-Führungsduo Lichtenegger/Ettel kontrollierte von der Spitze aus das Geschehen, gab am Nachmittag noch rund die Hälfte des 30 Sekunden Vorsprungs ab, siegte aber souverän in der ORM2. Dahinter gab es ein spannendes Duell zwischen Platz zwei und Platz vier – am Ende trennten die drei Teams nur 5, 4 Sekunden – Knobloch/Fürst und Stengg/Kobal belgten die Ränge zwei und drei.
Knobloch: „Über die beiden ORM2 Bestzeiten am Rundurs Eitweg habe ich mich sehr gefreut – auf der Prüfung war ich nie schnell, heute war ich schnell und es hat auch echt Spaß gemacht. Was für ein tolles Duell mit meinen Gegnern in der ORM2 – Respekt an alle drei Teams, jeder ist einige Bestzeiten gefahren, wir mussten bis zum Schluss alles geben. Die starke Hammer-Prebl 2 gab den Ausschlag für den Erfolg, hier verloren wir nur eine zehntel Sekunde an dem am Nachmittag unglaublich starken Duo Stengg/Kobal, mit über 5 Sekunden Vorsprung mussten wir auf der ultraschnellen Powerstage nicht mehr das allerletzte Hemd geben. Gratulation an Maxi und Bernhard – was für ein grandioser Heimsieg, mit einem Rally3-Fahrzeug auf dem Gesamtpodest, das gab es in Österreich auch noch nie. Das wir neben dem zweiten Platz in der ORM2 auch auf den vierten Gesamtrang – das natürlich nur durch die vier Ausfälle im Spitzenfeld der Rally2 möglich wurde - fahren konnten und wir über die Rallye hindurch weniger als 2/10tel am Kilometer auf Maxi verloren haben, .damit bin ich sehr zufrieden. An unseren vielen „kleinen Fehlern“ wollen wir noch arbeiten – und das macht gerade richtig Spaß.“