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NÖ Rallye, ORM

Race Rent Austria

Julian Martin als Sensationsrookie

NÖ Rallye, Melk.Und wieder hat ein Jungtalent aus dem Stall des Wolfgang Schmollngruber aufgezeigt: Nach Michael Lengauer entpuppte sich auch Rookie Julian Martin als „richtig schnell“…  

Am Freitag, den 5. Oktober lädt RRA zur „Open Garage & Skoda Fabia R5 welcome“-Party in den „Technik Point“. Dort steigt ab 19.30h eine LIVE-Talkrunde über Rallye Radio Noir...

„Damit habe ich nicht gerechnet“, gibt Wolfgang Schmollngruber offen zu – gemeint ist die großartige Performance von Julian Martin, der bei der Niederösterreich-Rallye seine Premiere gab und am Schluss noch mit einer neuntschnellsten Zeit aufhorchen ließ. „Dabei ist sein Mitsubishi Lancer Evo V schon relativ betagt – und auch bei den Reifen waren die Burschen limitiert. Ich denke, dass Julian wirklich Talent hat, da werden wir – hoffentlich – noch mehr sehen.“

Vier der sechs von Race Rent Austria eingesetzten Autos (Hermann Haslauer hat kurzfristig seinen Start beschlossen) kamen ins Ziel. Wagner/Fersterer auf Platz 16, Attwenger/Letz auf Platz 23, Haslauer/Matouschek auf Platz 27 und Lechner/Halabartschlager auf Platz 37.

Die Feier von Fabian Bartel-Huemer als neuer Champion der Junior ARC fiel diesmal zwar ins Wasser – dafür jedoch lädt Race Rent Austria am Freitag, den 5. Oktober zur „Open Garage & Skoda Fabia R5 welcome“-Party.  Alle Infos und Links dazu weiter unten.

 

Martin/Fensterer: Neuntschnellste Zeit bei der Premierenrallye

Julian Martin fuhr in dem von seinem Vater im Jahr 2011 gekauften Mitsubishi Lancer Evo V zwar bereits ein paar Rallyes als Vorausfahrzeug – doch vor der ersten richtigen Rallye wurde der 20-Jährige dann doch „etwas nervös“, wie  er ganz offen zugibt: „Die Anspannung vor dem Start war schon sehr groß – doch als ich im Auto saß, war auf einmal alles weg.“

Julian fügt hinzu: „Das liegt sicher auch an meinem Beifahrer Daniel Fersterer – er hat doch schon ein paar Rallyes hinter sich und strahlt eine gewisse Ruhe aus. Er hat mich dann auch gepusht, wo es hilfreich war und aber auch gebremst, wenn ich übermütig wurde.“

Auf dem rund 30 Kilometer langen Rundkurs Bergland sorgte die bei einem Rookie übliche hohe Startnummer (50) für zusätzliche Action: „Wir mussten insgesamt fünf Autos überholen, auf der Ausfahrt sind wir erneut auf ein anderes Auto aufgelaufen, wir hatten auch keine gute Sicht und so haben wir nicht mehr attackiert. Insgesamt hat uns das wohl zwischen 15 und 25 Sekunden gekostet.“

Dennoch belegten Martin/Fersterer Platz 21 im rund 70 Teams starken Feld – das Ergebnis von SP1 wurde am zweiten Tag für die Startreihenfolge herangezogen, das Duo verbesserte seine Startposition also von 50 auf 21.

Am Samstagmorgen stand eine Reifenentscheidung an – gerade weil Julian Martin beim „schwarzen Gold“ alles andere als „aus dem Vollen schöpfen“ kann, war diese Entscheidung wichtig.  Weshalb sich Race Rent Austria-Teamchef Wolfgang Schmollngruber dafür Zeit nahm, um seinen Rookie bestmöglich zu beraten. Julian nickt: „Da hat uns Wolfgang sehr geholfen. Er sagte uns, welche Reifen er aus welchem Grund nehmen würde – und es sprach nichts dagegen, diesen Rat  zu befolgen.“

Doch oft sind Reifenentscheidungen Kompromisse. So stellte Julian fest, dass sich auf der noch kalten SP2 die Reifen zwar als nachteilig erwiesen - „doch dafür hat es auf den restlichen drei Prüfungen super gepasst“. So konnten Julian Martin und Daniel Fersterer am Samstagvormittag die formidablen Plätze zehn und zwölf belegen – womit dem Duo die erhöhte Aufmerksamkeit von Fans und Experten endgültig sicher war…

In der Mittagspause mussten die Race Rent Austria-Mechaniker am Evo V die Bremsen austauschen. Julian erklärt: „Sie wurden überhitzt – wahrscheinlich schon am Freitagabend auf dem Rundkurs. Die Bremsscheiben waren kaputt und mussten getauscht werden.“

Am Samstagnachmittag fuhren Martin/Fersterer erneut einen guten Speed und vor allem ohne jedes „Hoppala“. Julian erzählt: „Wir hatten ein spannendes Sekundenduell mit Markus Kroneder, der wie wir einen Evo V pilotiert.“

Für die letzten beiden Prüfungen hat man noch härtere Reifen aufgehoben. „Die waren goldrichtig“, freut sich Julian. Nicht ohne Grund – denn auf der abschließenden Prüfung Rundkurs Seiterndorf gelang ihm der sensationelle neunte Platz, im Endergebnis landeten Martin/Fersterer auf dem großartigen 16. Platz - und das bei einer Rallye, die man durchaus als selektiv und stark besetzt (zwölf R5, national und international) bezeichnen kann. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, gibt Julian ganz offen zu.

Am Ende möchte Julian Martin ein Dankeschön aussprechen: „Meinem Copiloten, meinem Dad, meinen Sponsoren und Freunden und natürlich Race Rent Austria für die perfekte Betreuung.“

Schon bei der ersten Rallye war ein Julian Martin-Fanklub mit einem großen Transparent vor Ort, um den Youngster anzufeuern. Julian lacht: „Das waren ein paar Freunde von mir - über das Plakat habe ich mich sehr gefreut. Das gibt einem zusätzliche Motivation.“

Längst überlegt man bei „Martin Racing“, wie es nun weitergehen soll und vor allem kann. Dass Julian Martin über großes Talent verfügt, konnte er eindrucksvoll unter Beweis stellen – weitaus weniger groß ist das zur Verfügung stehende Budget. Julian sagt: „Es würde uns wirklich helfen, wenn wir noch einige Sponsoren an Bord begrüßen könnten – wir konzentrieren uns auf jeden Fall bereits jetzt auf 2019, um für das kommende Jahr ein möglichst attraktives Paket auf die Beine stellen zu können.“

Attwenger/Letz: „Schnellster normalsterblicher 2WD“

„Alles gut gegangen“, sagt Martin Attwenger bei seinem Rückblick auf das vergangenen Rallye-Wochenende. Der Honda Civic Type R-Pilot räumt ein: „Am Freitag lagen wir bei der Reifenwahl daneben. Am Samstag habe ich die ersten beiden Prüfungen ein wenig verschlafen. Aber darüber hinaus lief es wirklich gut für uns.“

Letztendlich konnten Martin Attwenger und seine Freundin Angelika Letz den guten 23. Gesamtrang belegen. Martin sagt: „Mit diesem Ergebnis sind wir total zufrieden, wir waren der schnellste ‚normalsterbliche‘ 2WD hinter den beiden Zellhofer Suzuki S1600 und dem starken Nissan Z350 von Harald Ruiner.“

So konnte man in der Austrian Rallye Challenge in der Tabelle auf Rang sieben aufsteigen – obwohl das Duo heuer erst drei Rallyes absolviert hat. Martin Attwenger ist daher fest entschlossen: „Somit werden wir auch in Dobersberg nochmal um Punkte fighten – wir hoffen, dass sich dabei der dritte oder vierte Jahresendrang ausgeht.“

Bartel-Huemer/Bartel: Übermütig

Fabian Bartel-Huemer, wieder mit seinem Vater Andreas Bartel als Copilot im Mitsubishi Lancer Evo VII unterwegs, hätte sich bei der Niederösterreich-Rallye bereits vorzeitig zum Champion der JuniorARC küren können. Fabian erzählt: „Wir wollten den Sack zumachen – doch leider war ich mehr motiviert, als eigentlich nötig war. Wenn ich einfach mit weniger Druck und mehr Spaß und Freude an die Sache herangegangen wäre, dann wäre es auch möglich gewesen – aber jeder Motorsportler kennt das: Man setzt den Helm auf und plötzlich will man zu viel...“

Am Samstagmorgen, auf SP3, passiert genau das: „Ich habe es etwas übertrieben – bei einem Links2-Abzweig habe ich spät gebremst, bin dann kurz von der Bremse runter und zugleich hat das ALS angeschoben, das Auto ist rausgerutscht - dort stand leider eine Betonwand, an der wir uns den Kühler beschädigt haben. Wir sind die Prüfung noch weiter gefahren und konnten trotzdem noch die 22. Zeit markieren. Doch im Regrouping nach SP3 mussten wir abstellen, da wir den Motor nicht riskieren wollten.“ 

Den Titel in der JuniorARC schreibt Fabian Bartel-Huemer trotzdem nicht ab – schließlich führt er immer noch die Tabelle an: „Jetzt werden wir eben doch die Herbstrallye Dobersberg fahren – auch wenn unser Budget bereits überreizt ist. Ich möchte dort intelligent fahren und die Sache heimbringen.“

 

„Open Garage & Skoda Fabia R5 welcome“-Party: 19.30h LIVE-Talkrunde

Am Freitag, den 5. Oktober steigt in der 2014 neu gebauten Technikzentrale von Race Rent Austria - „Technik Point“ (Adresse: Heide 28. Straße 2, 3331 Kematen an der Ybbs, Niederösterreich) - die „Open Garage & Skoda Fabia R5 welcome“-Party.  Günther Knobloch setzt bei seinem neuen Projekt Skoda Fabia R5 auf den RRA-“Technik Point“ als Technik- und Logistikzentrale. 

In der Facebook-Einladung schreibt Knobloch: „Unser ‚neuer‘ Teamchef Wolfgang Schmollngruber und unsere Catering- und Beklebungs-Fee Tanja Brenn laden im Zuge einer ‚Open-Garage-Party‘ in Ihr Unternehmen ein. Da RRA auch die neue Technik- und Logistikzentrale unseres Projektes ist, ist unser neuer Škoda Fabia R5 natürlich mitten drin statt nur dabei! Am Programm steht Spanferkel-Grillen und Benzintalk – der Beginn des Benzinnachmittags  ist für 15.00 angesetzt – das Ende ist noch nicht absehbar ;)“ 

Um 19.30 Uhr meldet sich das „Rallye Radio Noir“ live von der Party  mit einer Talkrunde. Als Gäste sind geplant: Wolfgang Schmollngruber, Tanja Brenn, Günther Knobloch, Jürgen Rausch, Christoph „daCheese“ Wögerer – wobei auch der eine oder andere illustre Überraschungsgast möglich ist. Schwerpunkt wird natürlich das neue Projekt rund um Günther Knobloch sein.

 

LIVE kann man die Talkrunde über folgenden Link hören:

http://mixlr.com/michael-noir-trawniczek

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