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Wechselland Rallye, ORM

ORM Wechselland Rallye

Niki Mayr-Melnhof setzte sich die Krone auf

 

Pinggau.

Mit dem Sieg bei der OBM Wechselland Rallye holte der 39-jährige Steirer vorzeitig seinen ersten und hoch verdienten Staatsmeistertitel!

 

Alles bei der 25. OBM Wechselland Rallye stand im Zeichen der möglichen vorzeitigen Staatsmeistertitel-Vergabe. Diesen Matchball nutzte Niki Mayr-Melnhof, der in Pinggau seinen vierten Saisonsieg feiern konnte und sich somit hochverdient schon vor dem letzten Lauf Ende September in Melk die Krone aufsetzte. Mit Copilot Poldi Welsersheimb hatte der eigentlich aus dem Rundstreckensport kommende 39-jährige Steirer einen kongenialen Partner im Cockpit seines Ford Fiesta R5 sitzen. Das erste nationale Rallye-Championat strahlt für Mayr-Melnhof umso heller, weil er eigentlich erst im Jahr 2015 im Waldviertel seine erste Rallye und ein Jahr später seiner erste ganze Rallye-Saison bestritten hat. Im Wechselland hatte der neue Meister mit seinem Vorgänger Raimund Baumschlager lange Zeit den einzigen ernst zu nehmenden Gegner. Als dieser seinen Skoda Fabia R5 nach zehn Sonderprüfungen mit einem Differenzialschaden aufladen musste, war eigentlich alles klar.

Mit Mayr-Melnhof teilten in Pinggau die Oberösterreicher Johannes Keferböck (Skoda Fabia R5) und Gerhard Aigner (Skoda Fabia R5). Wobei sich dieses besonders Aigner noch mit einem Kraftakt sicherte. Auf der letzten Sonderprüfung in Haideggendorf holte er den stark fahrenden Steirer Gernot Zeiringer (Skoda Fabia S2000) noch um 1,5 Sekunden vom dritten Platz.

 

Die Stimmen der ersten Drei:

Niki Mayr-Melnhof: „Ich bin überglücklich, dass der Traum vom Staatsmeistertitel wahr geworden ist. Da gebührt dem ganzen Team vom Copiloten Poldi Welsersheimb über die Mechaniker-Crew bis hin natürlich zum Teamchef Beppo Harrach einfach nur ein riesengroßer Dank. Sehr leid tut mir das Malheur vom Raimund. Wir wollten ihn unbedingt auf der Strecke besiegen, das war ein irrsinnig guter Fight bis zu seinem Ausfall. Wir haben gepusht bis zum letzten Meter, einfach

Johannes Keferböck: „Bei uns ist alles perfekt gelaufen. Gestern sind wir zeitweise mit Raimund mitgefahren. Heute haben wir es von der Früh an taktisch angelegt. Die Performance hat gestimmt. Wir sind mega happy und freuen uns auf das Finale in Melk, wo es noch um den Vizemeistertitel geht.“

Gerhard Aigner: „Die Umstellung vom Ford WRC auf den Skoda R5 war schwieriger als erwartet. Aber trotz einigen Problemen ich bin mit jedem Meter der Rallye besser mit dem Auto zurecht gekommen. Dass es sich am Schluss sogar noch aufs Podest ausgegangen ist, bedeutet ein absolut versöhnliches Ende.“

In der 2WD-Staatsmeisterschaft bekamen die wetterfesten Fans ein wahres Spektakel zu sehen. In einem tollen Duell setzte sich am Ende Opel-Adam-Pilot Luca Waldherr hauchdünn um 3,8 Sekunden gegen seinen Markenkollegen Willi Stengg durch. Damit und auch weil Mitkonkurrent Laszlo Klausz aus Ungarn vorzeitig aufgeben musste, entspinnt sich beim Saisonfinale ein hochdramatischer Dreikampf um den Titel, in den auch der diesmal Drittplatzierte Christoph Zellhofer (Suzuki Swift S1600) noch chancenreich involviert ist. Die Ausgangslage könnte dramatischer nicht sein. Waldherr führt mit 91 Punkten vor Zellhofer mit 90 und Stengg mit 88 Zählern.

Luca Waldherr: „In erster Linie gebührt meinem Team und vor allem auch Willi Stengg ein riesiges Dankeschön. Hätte er mir nicht einen Motor geborgt, hätte ich hier gar nicht starten können. Und jetzt hab‘ ich auch noch gewonnen und die Staatsmeisterschaftsführung übernommen. Das ist unglaublich, und das Finale in Melk wird noch unglaublicher.“

Willi Stengg: „Das war ein irrsinnig harter Fight. Luca hat von Anfang an mächtig Gas gegeben. Ich bin ans absolute Limit gegangen. Das hat richtig Spaß gemacht. Die Titelentscheidung wird speziell.“

Christoph Zellhofer: „Das war eine schwierige Rallye für uns. Heute hatten wir Probleme mit der Windschutzscheibe und somit mit der Sicht. Trotzdem bin ich froh, dass ich meine Chance auf den Titel aufrechterhalten habe. Jetzt heißt es nur volle Attacke bei meiner Heim-Rallye in Melk.“

Im Österreichischen Rallye Cup der AMF war ebenfalls Christoph Zellhofer der dominierende Mann und holte den Wechselland-Sieg. Der Gesamtführende Martin Kalteis, der gestern auf SP 3 seinen Mitsubishi Evo VII so beschädigte, dass er aufgeben musste, ging zwar heute wieder an den Restart, mehr als ein achter Platz war aber nach dem strafbedingten Rückstand nicht mehr für ihn möglich. – Und mit Platz eins im Cup 2000 krönte sich Christoph Zellhofer dort sogar bereits zum Gesamtsieger.

In der Historischen Staatsmeisterschaft machte Anton Reisenhofer (Opel Ascona) mit dem Sieg im Wechselland Boden auf den Gesamtführenden Christian Eberherr (Ford Escort), der Zweiter wurde, gut. – Den Sieg im Historischen Cup holte sich der Kärntner Nico Mitterbacher im BMW E30. Der lange Zeit führende Steirer Franz Kohlhofer (Lada) musste auf der vorletzten Sonderprüfung mit einem technischen Defekt aufgeben.

Platz eins im Opel FIOR Rallye Cup ging an Deutschland. Stefan Petto gewann vor dem Steirer Christoph Lieb.

Im M1 Rallye Masters siegte letztendlich Patrick Knoll (Ford Fiesta) vor Martin Ritt (Volvo 740).

OBM Wechselland Rallye 2018, Endstand nach 16 Sonderprüfungen:

 1. Niki Mayr-Melnhof/Leop. Welsersheimb A/A Ford Fiesta R5 1:36:30,9 Std
 2. Johannes Keferböck/Ilka Minor A/A Skoda Fabia R5  +3:56,4 Min
 3. Gerhard Aigner/Marco Hübler A/A Skoda Fabia R5  +9:03,6 Min      
 4. Gernot Zeiringer/Bianca M. Stampfl A/A Skoda Fabia S2000     +9:05,1 Min
 5. Luca Waldherr/Tobias Unterweger A/A Opel Adam R2      +9:21,3 Min
 6. Willi Stengg/Tobias Unterweger A/A Opel Adam R2  +9:25,2 Min
 7. Andrea Maselli/Camilla Gallesi IT/IT Abarth 124 Rally        +14:02,9 Min
 8. Christoph Zellhofer/Thomas Schöpf A/D Suzuki 1600           +14:29,6 Min
 9. Andreas Kainer/Claudia Dorfbauer A/A Opel Corsa           +15:18,4 Min
10. Johann Retzer/Lisa Holzer D/A Honda Civic           +18:28,8 Min

Sonderprüfungsbestzeiten: Niki Mayr-Melnhof 11, Raimund Baumschlager 5.

Die wichtigsten Ausfälle: Raimund Baumschlager (Skoda Fabia R5/vor SP11/technisch), Enrico Windisch (Suzuki C2/SP2/Motorschaden), Martin Kalteis (Mitsubishi Evo VII/SP3/technisch), Alois Handler (Peugeot 207/nach SP9/technisch), Kristof Klausz (Ung/Peugeot 208/nach SP8/Unfall), Robert Zitta (Subaru/nach SP9/technisch), Lukas Stengg (Opel Corsa/SP10/Ausritt), Viktoria Hojas (Opel Ciorsa/vor SP11/technisch), Oskar Hebenstreit (Ford Escort/vor SP11/technisch), Martin Kronabetter (Renault Clio/SP14/technisch), Michael Denk (Mitsubishi Evo VIII/SP14/technisch), Franz Kohlhofer (Lada/SP15/technisch).

Punktestände nach sechs Rallye-Staatsmeisterschaftsläufen:

ORM: 1. Niki Mayr-Melnhof 133 (Staatsmeister!), 2. Johannes Keferböck 87, 3. Gerhard Aigner 83.

ORM 2-WD: 1. Luca Waldherr 91, 2. Christoph Zellhofer 90, 3. Willi Stengg 88.

ORM Junior: 1. Christoph Zellhofer 91, 2. Luca Waldherr 79.

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