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GP Ice Race 2020

Oberösterreichischer Dreifacherfolg vor 16.000 Zuschauern

Zell am See.Die Legende lebt. Nach 45-jähriger Pause kehrte das legendäre GP Ice Race in 2019 zurück nach Zell am See. Ausgerichtet vom Team rund um Ferdinand Porsche und Vinzenz Greger toppte das diesjährige Event den großen Erfolg der Erstausgabe der Neuauflage mit nicht weniger als 16.000 Zuschauern noch und übertraf damit sogar die eigenen Erwartungen der Veranstalter. Unter den rund 150 zu bestaunenden Fahrern auf Fahrzeugen aller erdenklichen Kategorien tummelten sich auch Simon und Julian Wagner sowie Robert Reindl aus Oberösterreich, jeweils auf einem Skoda Fabia Rally2 Evo. Während Simon Wagner und Robert Reindl in der Kategorie Tourenwagen 4-WD an den Start gingen, kämpfte Julian Wagner als Rallye Vizestaatsmeister des vergangenen Jahrs beim „Skoda Ice Race of Champions“ gegen drei Rallye-Staatsmeister anderer Nationen.

Während sich Simon Wagner bereits im Qualifying der ersten Tageswertung am Samstag für das Finale qualifizierte, nutzte Reindl dort seine aller ersten Meter im Skoda Fabia Rally2 Evo um sich mit dem Fahrzeug und der rund 700m langen Eisbahn vertraut zu machen. Um so beeindruckender, dass der Unterweitersdorfer Händler für Premiumfahrzeuge sich ohne Test oder Training auf Anhieb als 16ter und damit in der oberen Hälfte des Feldes platzierte. Im anschließenden Tagesfinale der Tourenwagen 4-WD musste sich Simon Wagner mit Reindl auf dem Beifahrersitz mit dem dritten Gesamtrang begnügen, nachdem das Rennen wegen einiger spektakulärer Zweikämpfe und Dreher der vier qualifizierten Top-Fahrer zweimal abgebrochen werden musste.

„Das Tagesfinale Tourenwagen 4-WD war wirklich eine ganz große Show für die Zuschauer.“, lacht Wagner am Abend. „Mit vier Fahrzeugen zugleich auf der rund 10 Meter breiten Strecke wird es in den Kurven schon eng und wir haben uns im Rennen keinen Meter geschenkt. Zwar musste ich von Platz vier starten, konnte mir aber in beiden Anläufen gleich nach dem Start die dritte Position und kurz darauf sogar Platz 2 erkämpfen, bevor ich beim endgültigen Abbruch – ein anderer Teilnehmer blockierte nach technischem Defekt die Strecke – schließlich auf den dritten Tagesrang landete.“

Auf Platz drei der ersten Tageswertung landete auch Julian Wagner beim „Skoda Ice Race of Champions“. Der jüngere der beiden Wagner-Brüder musste sich zuerst in der Qualifikation mit dem amtierenden slowakischer Rallye-Meister und späteren Tagessieger Martin Koci messen, bevor er im darauffolgenden Rennen um Platz 3 den amtierenden Junioren Europameister Filip Mares bezwang und sich so den Podestplatz sicherte.

„Ich bin unheimlich dankbar für die Möglichkeit, hier mit dem Werksteam von Skoda Motorsport gegen einige der besten Skoda Piloten Europas antreten zu dürfen.Für mich war es der erste Einsatz mit dem Evo Modell des Skoda Fabia Rally2 und ich war überrascht, wie groß der Unterschied zum vorherigen Modell, auf dem ich auch die Jänner Rallye bestritten habe, doch ist. Trotzdem habe ich mich schnell zurechtgefunden und konnte nach dem etwas verpatzten ersten Qualifying noch den dritten Platz in der Tageswertung ergattern.“, berichtet Julian Wagner.Noch erfolgreicher als der erste Wertungstag verlief der – als eigenes Rennen ausgetragene – zweite Tag des GP Ice Race. Robert Reindl steigerte seine Rundenzeit im Tages Qualifying deutlich und konnte schon fast von einem sensationellen Einzug in das Tagesfinale träumen, als ihn ein Dreher in der zweiten schnellen Runde zurückwarf und alle Chancen zu Nichte machte.

„Ein Wahnsinn, wirklich! Ich bin zuvor noch nie mit dem Skoda Fabia Rally2 Evo gefahren und wenn mir vorher jemand gesagt hätte, wie gut ich hier mithalten kann, dann hätte ich vermutlich selbst lachen müssen. Die erste Qualifikationsrunde am Sonntag lief super und ich war schneller als mein direkter Gegner. Leider habe ich mir kurz vor Ende der zweiten Runde einen kleinen Fehler erlaubt und mich eingedreht, aber am Ende ist auch das nicht so tragisch. Das Wochenende war alles in allem super und hat definitiv Lust auf mehr gemacht.“, so Reindl nach der Qualifikation.

Die absolute Bestzeit in der Sonntagsqualifikation ging an Reindls Teamkollegen Simon Wagner, der sich damit erneut für das Finale der Tourenwagen 4-WD qualifizierte und auch dort, nach hartem Kampf gegen den Evo Piloten Martin Zeller, ganz oben auf dem Treppchen landete und sich so zur Krönung des Wochenendes auch den Veranstaltungsgesamtsieg in seiner Kategorie sicherte.„Natürlich ist das hier in erster Linie eine Showveranstaltung und eine perfekte Bühne, um unsere Sponsoren und Unterstützer zu präsentieren.“, sagt Wagner.„Wenn man dann aber den Helm aufzieht und an der Startlinie steht, dann will natürlich jeder Rennfahrer gewinnen und ich freue mich riesig, dass wir das bei dem großen Starterfeld in unserer Kategorie, gegen die zahlreichen Konkurrenten mit deutlich leistungsstärkeren Boliden geschafft haben. Skoda und das Eurosol Racing Team haben Robert und mir ein Top-Auto hingestellt und wir konnten dieses Potenzial auch auf Eis super ausnutzen. Ein rundum gelungener Auftritt würde ich sagen!“

Zum „rundum gelungenen Auftritt“ der Familie Wagner leistete auch Julian Wagner am Sonntag erneut seinen Beitrag. Der BRR-Pilot dominierte nicht nur die zweite Qualifikation des „Skoda Ice Race of Champions“ deutlich, sondern besiegte im Tages-Finale um Platz eins auch den zweifachen deutschen Rallye-Meister Fabian Kreim. Nachdem das Gesamtfinale der Skoda Piloten wegen Tauwetters abgesagt werden musste und die Gesamtwertung per Punktesystem aus den vorherigen Rennen entschieden wurde, musste sich Julian Wagner im Gesamtklassement zwar mit Platz 2 begnügen, strahlte zum Ende des Veranstaltungswochendes aber trotzdem über beide Ohren: „Ein Einsatz mit dem Skoda Werksteam vor einer solchen Masse an Zuschauern, das ist wirklich grenzgenial!, so Wagner. „Ich kann es nur noch einmal wiederholen: ein riesengroßes Dankeschön an Skoda Motorsport und die Organisatoren des GP Ice Race 2020 für eine perfekte Veranstaltung!“

Das nächste Familien-interne Duell der Wagner-Brüder, die in ihren schnellsten Rundenzeiten am Sonntag übrigens nur wenige hundertstel Sekunden auseinander lagen, wird übrigens beim nächsten Lauf der österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft im Rebenland (27./28. März) ausgetragen. Und wer weiß, vielleicht sieht man auch Robert Reindl in Zukunft noch einmal wieder in einem Rallye Auto.

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