
Leutschach.Die Wettervoraussagen sind genauso eingetroffen, wie angekündigt. Dadurch wurde die diesjährige Rebenland Rallye zur absoluten Herausforderung für die Teams und die Autos.Vor allem der Samstag war mit Dauerregen und unglaublich viel Dreck auf den SP‘s eine Schlammschlacht – im wahrsten Sinne des Wortes. Und trotzdem geigten die 6 angetretenen OPEL FIOR Rallye Cup Teams in der 2WD-Wertung ganz vorne mit.Zufrieden zeigte sich das Orga-Team des Cups nach der spektakulären Hatz im Rebenland:„Genau das, was sich jeder Rallyefahrer wünscht! Harte Bedingungen auf den Prüfungen und faire Fights mit den Mitstreitern, so kann und soll es weitergehen!“
Nachdem Willi Stengg auf einem Opel Adam R2 direkt im Bewerb startete, hatten die Corsa-Teams quasi einen Schotter-Spion auf der Strecke, der zumindest mitteilen konnte, wo die richtig tückischen Abschnitte lauerten.Am besten mit den Freitagsprüfungen kam Manuel Pfeifer mit Co-Pilotin Lisa Holzer zurecht. Er knallte gleich einmal alle 7 SP-Bestzeiten in den rutschigen Asphalt und übernachtete als Führender mit einem Vorsprung von über 1 Minute auf die Zweitplatzierten.Am Samstag gingen ihm dann leider die Reifen aus. Manuel verteidigte seine Führung tapfer bis 2 Prüfungen vor Schluss und musste sich schlussendlich mit dem 2. Cup-Platz begnügen,war aber dennoch zufrieden. „Ja, es hat einfach richtig Spaß gemacht. Ich bin so froh, dass ich meinen Speed nicht verloren habe. Mit Lisa habe ich auch einen Ruhepol im Auto, auf den ich mich zu hundert Prozent verlassen kann. Es war ein Superkampf auf den Prüfunge nund unser größter Gegner war das Wetter. Die nächste Cup-Rallye wird wieder zeigen, wer der Schnellere ist…bis dahin kratze ich jeden Cent zusammen, das ich ausreichend Pirelli-Material kaufen kann!“
Christoph Lieb (mit Co-Pilotin Cathi Schmidt unterwegs) kam am Freitag technisch bedingt erst langsam in die Gänge, steigerte sich aber zusehends und parkte seinen Corsa OPC als 2. ins Nacht-Parc Ferme. Am Samstag drehte der junge Oststeirer aber mächtig auf,konnte Manuel Pfeifer laufend fordern und auch noch abfangen und siegte somit in der OPEL FIOR Cup-Wertung. Auch die Powerstage Punkte holte sich Chrisi und reiste damit mit dem Punktemaximum wieder ab. Ein toller 4. Platz in der 2WD-Staatsmeisterschaft und ein 3. Rang in der Juniorenstaatsmeisterschaft, sowie ein 23. Gesamtplatz waren auch noch im Preiskörberl drinnen.
Noch ein Team aus Deutschland (Saarland) freute sich auf den Start in der Südsteiermark:Stefan Petto - zusammen mit seiner neuen Co-Pilotin Hanna Ostlender – haben die Rebenland Rallye zum ersten Mal unter ihre Räder bekommen und lieferten sich einen starken Kampf mit Alois Scheidhammer. Lange Zeit lagen sie auf dem 3. Platz, mussten am Samstag aber den heranrauschenden Bayernexpress ziehen lassen. Platz 4 im ersten Bewerb des OPEL FIOR Cups ist das Endergebnis und Stefan Petto reüssiert wie folgt: „Es war eine sehr anspruchsvolle und extrem schwierige Rallye. Bis Samstagmittag konnten wir das Tempo sehr gut mitgehen, aber der Nachmittag mit einsetzendem Nebel und Schneefall war dann doch zu viel. Auf der SP 13 hatten wir unglaubliches Glück, als wir einen Dreher fabrizierten und uns die Leitschiene vorm Ausflug in den Abgrund rettete. Ein bisschen enttäuscht sind wir zwar, weil wir echt mit dem dritten Platz gerechnet haben, aber so ist das nun mal. Spaß hatten wir trotzdem und das ist das Wichtigste!“
Als Neueinsteiger in den OPEL FIOR Rallye Cup sind Gerald Hopf und Co Manuel Brandner gekommen. Für Gerald eine echte Lernrallye, da seine letzten Erfahrungen dochschon einige Zeit zurückliegen. Mit einigen Hoppalas vorm Start (Sitze mussten umgebaut werden, Feuerlöscher wurde versehentlich ausgelöst, alles unter Löschschaum, kein Strom,keine Lüftung,…) konfrontiert, ließ sich die Truppe aber nicht aus dem Konzept bringen und begann die Rallye mit frohem Mut. Der Freitag war SP-technisch ganz in Ordnung, aber der Samstag mit seinen widrigen Verhältnissen verlangte dem Rookie alles ab: „Die Straßen waren extrem glatt, viel Erde mit Regen vermischt in den Cut-Stellen und dann noch der Schnee am Samstagabend. In meiner ersten Rallye erlebte ich auf einen Schlag alles, was es an Herausforderungen so gibt. Mein persönliches Ziel, das Auto ins Ziel zu bringen, habe ich erreicht. Vielen Dank an die JK-KFZ- Technik für den tollen Service und an die Mechaniker von Viktoria Hojas für die technische Unterstützung und an Manuel Pfeifer für die guten und hilfreichen Ratschläge für mich als Neueinsteiger. Ich freue mich schon auf die nächste Rallye im Schneebergland!“
Nicht nach Wunsch lief es für das Damenteam im OPEL FIOR Rallye Cup. Viktoria Hojas und Claudia Dorfbauer waren sensationell gut unterwegs und feierten hinter Manuel Pfeifer sogar eine 2. Zeit im Cup und damit eine 9. Gesamt-SP- Zeit in der 2WD-Wertung.Dann aber wurden sie Opfer ihrer beherzten Fahrweise und rodelten mit ihrem „Seppi“ in einen Straßengraben, touchierten einen Durchlass und verbogen sich die rechte Seite derRadaufhängung so massiv, das kein Gang mehr einzulegen war. Das bedeutete leider dasviel zu frühe Aus am Freitag. Im Service richtete ihre Technik-Crew „Seppi“ (der OPC Corsavon Vicky) aber flott wieder her und Vicky und Claudia standen am Samstagmorgen wiederam Start. Bis zum Mittagsservice lief auch alles wieder nach Wunsch und die Zeiten passtenperfekt. Danach kam ein Folgeschaden zum Vorschein und Vicky musste wieder aufgeben.„Es hat nicht sollen sein, aber wir sind mit den SP-Zeiten sehr zufrieden. Unsere Kurve zeigtnach oben und diesen Spirit nehmen wir mit ins Schneebergland!“, freuen sich die beidenRallyeamazonen schon wieder auf ihren nächsten Auftritt im Cup.
Die nächsten Veranstaltungen zum OPEL FIOR Rallye Cup 2018:
Schneebergland Rallye 22./23. Juni Rohr i. Gebirge / Niederösterreich
Rallye Weiz 20./21. Juli Weiz / Steiermark
Wechselland Rallye 31./01. September Pinggau / Steiermark
Herbstrallye Dobersberg 19./20. Oktober Waidhofen a.d. Thaya / Niederösterreich