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Simon Wagner

Platz 5 in Spanien nach überragendem Test-Sieg in Tschechien

FIA Junioren Europameisterschaft 2019.Eine gelungene Asphaltpremiere mit dem von Stengg Motorsport eingesetzten Opel Adam R2 feierte Simon Wagner am letzten April Wochenende im Tschechischen Klattau. Bei der als Testlauf für den zweiten Lauf zur Junioren Europameisterschaft bestrittenen Rallye Šumava Klatovy gewann der 26-Jährige nicht nur deutlich die Wertung für 2-Rad-angetriebene Fahrzeuge, sondern belegte auch einen überragenden elften Platz in der Gesamtwertung. Im direkten Anschluss an den tschechischen Meisterschaftslauf belegte der Mauthausener auf Gran Canaria Platz fünf in der Europameisterschaftswertung für Fahrer unter 27 und fuhr die ersten Meisterschaftspunkte ein.

Über knapp 170 Wertungskilometer konnte Simon Wagner beim dritten Laufs der diesjährigen tschechischen Rallye Meisterschaft, der Šumava Rallye Klatovy, sein neues Einsatzfahrzeug nach bisher zwei Läufen auf Schotter erstmals auf Asphalt bewegen und stellte dabei einmal mehr seine Klasse unter Beweis. Trotz mangelnder Erfahrung mit dem von Stengg Motorsport eingesetzten Opel Adam R2 konnte Wagner in seiner Klasse dreizehn der insgesamt vierzehn Wertungsprüfungen für sich entscheiden. Mit über einer Minute Vorsprung distanzierte er dabei auch den zweitplatzierten der 2-WD Wertung, ein Fahrzeug der leistungsstärkeren Klasse R3, deutlich.

Da Stammbeifahrer Gerald Winter am Veranstaltungswochenende verhindert war, griff Simon Wagner für seinen Testlauf kurzfristig auf die Beifahrerin seines Bruders Julian, die Deutsche, mittlerweile aber ebenfalls in Oberösterreich lebende Anne Katharina Stein zurück.

„Mit Anne an den Start zu gehen war für mich keine große Umstellung.“, sagt Wagner. „Wir sind bereits 2017 einmal gemeinsam gefahren als Gerald einen Lauf aussetzen musste und haben auch vergangenes Jahr zusammen an einer kleinen Rallye in Deutschland teilgenommen.Außerdem werten Julian und ich regelmäßig unsere Onboardaufnahmen gemeinsam aus, so dass ich mit ihren Ansagen recht vertraut bin. Das ist nur einer der Vorteile, wenn man innerhalb der Familie gemeinsame Ziele hat und zusammenarbeitet.“, so Wagner weiter.

Eine deutlichere Umstellung war da schon der außergewöhnliche Zeitplan bei der Šumava Rallye. Während sowohl in der österreichischen Meisterschaft als auch in der Europameisterschaft am ersten Wertungstag selten länger als bis spätestes 10:00 Uhr gefahren wird, startete die letzte Sonderprüfung der ersten Etappe im Umland von Klattau für Wagner erst nach 01:00 Uhr in der Nacht. Den Parc Fermé erreichten Wagner und Co-Pilotin Stein sogar erst gegen 02:00 Uhr.

„Das war wirklich Rallye fahren wie wir es eigentlich nur aus den Erzählungen von der ‚guten Alten Zeit‘ kennen.“, lacht Wagner. „Ich konnte noch nie so viele Kilometer bei Nacht abspulen wie bei dieser Rallye. Dazu hat es auch noch geregnet. Das waren wirklich anspruchsvolle Testkilometer, bei denen ich unheimlich dazu lernen konnte, nicht nur was den Opel Adam betrifft.

“Direkt vom Ziel der Šumava Rallye aus ging es für Simon Wagner, diesmal wieder mit Beifahrer Gerald Winter, weiter zum Flughafen und auf die spanische Insel Gran Canaria, zum zweiten Lauf der FIA Junioren Europameisterschaft. Nach dem Montagstest stand dort wie gewohnt die zweitägige Streckenbesichtigung und die anschließende Qualifying Stage auf dem Programm, bevor am Freitag und Samstag mehr als 200 Wertungskilometer zu absolvieren waren.

„Auf Gran Canaria lief leider schon das Qualifying nicht nach Plan.“, berichtet Wagner. „Auf der knapp drei Kilometer langen Strecke erwischte ich einen Stein und beschädigte mir einen Reifen. Entsprechend schlecht waren natürlich die Zeit und meine daraus resultierende Startposition.“

Über den gesamten Verlauf der Rallye wollte das Glück nicht recht zu Wagner zurückkehren. Trotz eines starken fünften Platzes von insgesamt siebzehn gestarteten Fahrern der Juniorenwertung zeigt sich Wagner im Ziel unzufrieden. Kleine technische Probleme und vor allem ein ständiger Kampf mit dem Set-Up des Adam R2 verhinderten eine bessere Platzierung

.„An sich ist der fünfte Platz natürlich nicht schlecht und auch die Punkteausbeute ist Ok aber zufrieden bin ich nicht.“, sagt Wagner. „Im vergangenen Jahr konnte ich auf Gran Canaria einen Podiumsplatz einfahren und das hatte ich mir auch heuer wieder vorgenommen. Nachdem starken Ergebnis in Tschechien war ich super motiviert aber leider haben wir es nicht geschafft, die gewonnen Erkenntnisse auf den Straßen von Gran Canaria umzusetzen.

“Die nächste Chance auf ein Top-Ergebnis bietet sich für Simon Wagner allerdings schon in der kommenden Woche. Dann geht Wagner gemeinsam mit Gerald Winter und dem Eurosol Skoda Fabia R5 beim Rallye Sprint in St. Veit an den Start.

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