
Judenburg.Im Rahmen der „ET KÖNIG Judenburg Rallye powered by Peter Hopf Erdbau 2026“ konnte das steirisch/oberösterreichische Duo im Rahmen des vierte von sechs Läufen zur TEC7 ORM2 in der Steiermark die Führung in der Rallyestaatsmeisterschaft für seriennahe Fahrzeuge mit P2 und zwei SP-Bestzeiten verteidigen .
Die Vorbereitung auf den vierten von sechs Läufen zur TEC 7 ORM war diesmal für Knobloch/Fürst nicht ideal – in Folge einer Terminüberschneidung mit einem beruflichen Termin von Günther Knobloch musste sich das Duo mit einem verkürzten Recce abfinden, Testfahrten waren zudem zeitlich nicht möglich. Zumindest den Shake-Down am Freitagvormittag konnte das Duo im von Gassner Motorsport vorbereiteten Renault Clio Rally3 hingegen nutzen, um – fast zwei Monate nach den letzten Kilometern im Auto – wieder ein wenig Rhythmus aufzubauen. Mit einer vierten SP-Zeit in der ORM2 war das Duo auf SP1 nicht happy, nach fünf Prüfungen war das auch das Zwischenergebnis von Tag 1. Für das zuletzt erfolgsverwöhnte Duo lag das unter den Erwartungen, zumindest war der Rückstand - 7,4 Sekunden auf Zellhofer/Seidl – aber noch im Rahmen und das Team hatten 6,9 Sekunden davon auf der ersten SP verloren. Auf den vier weiteren Prüfungen des ersten Tages war das Duo mit dem Spitzenreiter in Summe fast zeitgleich
Knobloch: „Wir wussten im Vorfeld, dass wir für die Rallye leider nicht ideal vorbereitet sein werden – es war zeitlich leider alles sehr eng gedrängt, das zeigte sich am Freitag. Am Samstagvormittag konnten wir mit einer fulminanten Bestzeit in der ORM2 aber bis auf 0,2 Sekunden zur Spitze aufschließen, auf SP8 konnten wir erstmals die Führung in der ORM2 übernehmen. Kleinere Fehler von uns auf SP 10 und 11 kosteten rund 10 Sekunden und die Führung, auf dem technisch weniger anspruchsvollen Rundkurs verloren wir aber auch in den zwei weiteren Durchgängen, vor allem leistungsbedingt, viel Zeit. Dass ich am Nachmittag beim ersten Durchgang der SP „Mörderbrugg“ zudem zu viel Sicherheit eingebaut habe und beim zweiten Durchgang - der Powerstage – zudem einen Verbremser, der über 4 Sekunden und die Powerstage-Bestzeit gekostet hat, passt ins Bild. Auf der „Contra-Seite“ bleibt für mich; In Summe haben wir über das Wochenende hindurch zu viele kleiner Fehler gemacht, wirklich ärgern tu ich mich aber nur über den auf der Powerstage. Der hat mir einen Punkt gekostet und Christoph einen gebracht, das war vermeidbar. Solche Fehler müssen wir künftig ausmerzen, realistisch betrachtet hätte uns das die fast 30 Sekunden - die uns am Ende auf Christoph im bärenstarken Suzuki Swift ZMX gefehlt haben - ohnehin nicht gebracht. Bei technisch einfachen Prüfungen sind die rund 70 PS Leistungsunterschied einfach zu groß, um das auf der Bremse oder auf den Passsagen, wo der Clio Vorteile hat, wettzumachen. Christoph und Anna-Maria haben den Sieg aber mehr als verdient, die beiden sind eine super Rallye gefahren. Auf der „Pro-Seite“ bleibt für mich nach dem Wochenende aber auch einiges stehen; Wir liegen in der ORM2 nach wie vor um 5 Punkte vorne, waren mit dem Clio mit 2,12 Sekunden Rückstand/KM so nah dran an der Rally2-Spitze wie heuer noch niemand auf Asphalt. Auf Maximilien-Lichtenegger, der zwischen den beiden letzten ORM-Läufen nicht nur drei Rallyes und weitere Tests bestritten hat, sondern auch ein ERC3-Podium in der Europameisterschaft auf Asphalt einfahren konnte, haben wir bis zu seinem Ausfall auf SP6 nur 1/10tel Sekunde pro KM verloren. In Summe überwiegen für mich also die positiven Dinge, umso mehr freue ich mich jetzt auf meine Heimrallye – die Rallye Weiz wird, als der fünfte von sechs Läufen zur TEC7 ORM, bereits Mitte Juli ausgetragen.“
Nach vier von sechs Läufen führen Günther Knobloch und Erik Fürst die TEC7 ORM2 im von Gassner Motorsport eingesetzten Renault Clio Rally3 mit 105 Punkten vor Christoph Zellhofer und Anna-Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX mit 100 Punkten und Stengg / Kobal (Clio Rally3, 67 Punkte) an. In der Gesamtwertung „TEC 7 ORM“ liegt das steirisch/oberösterreichische Duo im seriennahen Rally3 nach wie vor auf einem starken vierten Gesamtrang mit 41 Punkten. In der Gesamtwertung führt Simon Wagner vor Michael Lengauer und Hermann Neubauer, alle drei in den wesentlich leistungsstärkeren, aktuellen Rally2 Fahrzeugen.