
ET König Judenburg Rallye.Sieben Monate nach seinem letzten Einsatz holte der Niederösterreicher mit Copilotin Claudia Maier einen dritten Platz bei der ET König Rallye im Murtal
Der Citroen C3 Rally2 von Stohl Racing war wieder ein Erfolgsbolide
Mit wenig Erwartung reiste Luca Waldherr zur ET KÖNIG Rallye rund um Judenburg ins steirische Murtal. Mit umso mehr Freude kam er von dort wieder heim ins niederösterreichische Zöbern. Mit im Gepäck hatte der 32-jährige Vize-Staatsmeister des Jahres 2024 die Trophäe für den dritten Platz in der Gesamtwertung des Asphalt-Laufs im Rahmen des österreichischen Rallye-Championats.
„Ich bin überglücklich“, gewährte Luca Waldherr im Ziel Einblick in seine Gemütslage. Denn tatsächlich war der Erfolg nicht vorhersehbar. „Ich bin sieben Monate in keinem Rallyeauto gesessen, habe erst kurz vor der Murtal-Rallye erfahren, dass ich von Manfred Stohl bzw. Stohl Racing einen Citroen C3 Rally2 haben kann. Das kam alles so überraschend, dass ich nicht einmal Zeit zum Testen gehabt habe.“ Weshalb der einzige Testlauf vor dem Ernstfall jener über die 3,6 Kilometer des Shakedowns am Freitagvormittag vor der Rallye war. Was dann folgte, war eine einzige auf 15 Sonderprüfungen aufgeteilte Überraschung.
Luca Waldherr, der wieder mit seiner angestammten Copilotin Claudia Maier agierte, ließ einfach seinem Racing-Gespür freien Lauf und überzeugte von Beginn an mit Zeiten im Spitzenfeld. „Es hat sich alles sehr vertraut angefühlt“, erklärte Waldherr, „wenngleich es durch die Pause natürlich schon auch Defizite gab“. Vor allem im samstägigen Regen am Vormittag machte sich dann doch Unsicherheit im Cockpit des Citroen breit. Waldherr: „Da hat Raimund Baumschlager seine ganze Routine ausgespielt und ist uns ein paar Mal sehr nahegekommen.“ Als es dann am Nachmittag aber auflockerte und wieder trocken wurde, stand auch Waldherrs Klasse wieder im Vordergrund. „Ab da haben wir wieder wegziehen können und den dritten Platz tatsächlich ins Ziel gebracht.“ Einen dritten Platz hinter Sieger Hermann Neubauer und Michael Lengauer, den Luca Waldherr,„hätte ihn mir wer vor der Rallye prophezeit, sofort unterschrieben hätte“.
Der umfängliche Dank von Luca Waldherr richtet sich nach dem einzigartigen Murtal-Abenteuer vor allem „an meine wie immer kongeniale Copilotin Claudia Maier, an Stohl Racing für ein absolut konkurrenzfähiges Auto, das mit einem tollen Setup vom Anfang bis zum Schluss völlig problemlos gelaufen ist, und vor allem an meine treuen Sponsoren, ohne deren Hilfe nicht einmal ein Podestplatz möglich wäre, mit dem man sowieso nie und nimmer gerechnet hätte“.
Sportpressedienst:
Armin Holenia
Wolfgang Nowak