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Barum Czech Rally Zlin

ERC Barum Rallye

Erneutes Spitzenergebnis für Simon Wagner

Zlin, Tschechien.Platz 3 in der Juniorenwertung und Platz 6 im Gesamtklassement bei der FIA Rallye Europameisterschaft

Der 25-jährige Mauthausener Simon Wagner überzeugt auch auf internationaler Ebene und sichert sich bei seinem ersten Europameisterschaftsstart im Eurosol Racing Skoda Fabia R5 trotz gesundheitlicher Probleme eine Podiumsplatzierung in der Juniorenwertung und eine starke Gesamtplatzierung.

Bei der legendären Barum Rallye im tschechischen Zlin gingen der Oberösterreicher Simon Wagner und sein Kärtner Beifahrer Gerald Winter am vergangenen Wochenende erstmals in ihrer Karriere der höchsten Klasse der Rallye Europameisterschaft – der für die Fahrzeuge der R5 Kategorie – an den Start und konnten sich dort mit der versammelten Europäischen Rallye Elite messen. Allein 35 R5 Fahrzeuge waren für den tschechischen Europameisterschaftslauf genannt und galten damit als direkte Konkurrenz der einzigen heuer an den Start gehenden Österreicher.

Wagner und Winter pilotierten rund um die Stadt Zlin erstmals den brandneuen SKODA FABIA R5 EVO und konnten erst am Dienstag, dem offiziellen Testtag der Veranstaltung, erste Kilometer im Renntempo mit dem neuen Einsatzfahrzeug absolvieren.

Dass die Barum Rallye mit über 250.000 Zuschauern zu den absoluten Saison Highlights zählt, stellten die Veranstalter bereits am Dienstagabend mit einer von mehreren hundert Fans besuchten Autogrammstunde unter Beweis, bevor am Mittwoch und Donnerstag die Streckenbesichtigung der Rund 220 Sonderprüfungskilometer auf dem Plan der Fahrerteams stand.Die am frühen Freitagmorgen ausgetragenen Trainingsdurchgänge für die Qualifying Stage, das sogenannte Free Practice, bei denen Simon Wagner und GeraldWinter ihre Zeiten erstmals mit der direkten Konkurrenz vergleichen wollten, startete mit einem herben Dämpfer für die Österreicher. Bereits im ersten der zwei erlaubten Durchgänge löste sich am Skoda Fabia R5 ein Schnellverschluss und blockierte die Bremse des Boliden.

Der Fehler konnte zwar schnell ausfindig gemacht und behoben werden, allerdings fehlte im eh schon straffen Zeitplan dann die Möglichkeit, die Strecke noch im Renntempo zu absolvieren, um sich auf das Qualifying vorzubereiten. Entsprechend benachteiligt platzierte sich das Team im anschließenden Qualifying nur auf Platz 23 und damit auf einer enttäuschenden und ungünstigen Startposition.

Für Insider dürfte trotzdem klar gewesen sein, welches Potenzial die gefahrene Zeit offenbarte. Obwohl Wagner und Winter im Gegensatz zur Konkurrenz keine Möglichkeit hatten die Strecke vorab im Renntempo zu befahren und diese durch aus den Cuts geworfenem Dreck im Vergleich zum Free Practice 1 deutlich langsamer geworden war, entsprach die im Qualifying von Wagner und Winter gefahrene Zeit einer 7. Gesamtzeit im ersten Durchgang und erfüllte damit die Erwartungen des Teams.

Spätestens der von unzähligen Zuschauern gesäumte Showstart am Freitagnachmittag sorgte mit seiner unvergleichlichen Stimmung dann für frische Motivation im Team, bevor am Abend vor über 40.000 Zuschauern der offizielle Startschuss zur ersten Sonderprüfung fiel. Dort konnten Wagner und Winter mit einer vierten Gesamtzeit im Feld der europäischen Rallye Elite groß aufzeigen und bestätigten so, dass sie im Qualifying deutlich unter Wert geschlagen wurden.

Der erste volle Rallye Tag begann am Samstagmorgen allerdings mit einem erneuten Dämpfer für die Österreicher. Nachdem er bereits in der Nacht mit ersten Problemen zu kämpfen und entsprechend unruhig geschlafen hatte, klagte Wagner noch vor dem Start über starke Magenkrämpfe und Übelkeit und sollte damit den gesamten Tag über zu kämpfen haben.

Mit großem Kampfgeist etablierte sich das Duo trotz alledem in den gewünschten Top-10 des Gesamtklassements und sicherten als weiteres Highlight die 6. schnellste Zeit in Sonderprüfung 4. Eine weitere Spitzenzeit wurde zum Ärger Wagners verhindert, als der Mauthausener im Rundkurs Brezova auf einen deutlich langsameren Teilnehmer auflief und von diesem über 3,5 Sonderprüfungskilometer lang deutlich behindert wurde.

Obwohl das Reglement hier leider keine Zeitgutschrift für den behinderten Fahrer vorsieht, sorgten Platz 9 im Gesamtklassement und ein starker vierter Platz in der Wertung für Junioren am Ende der ersten Etappe noch für zufriedene Gesichter im Team.

Da die 10 Erstplatzierten des Gesamtklassements am finalen Sonntag in umgekehrter Reihenfolge an den Start gehen, und der eigentlich zehntplatzierte Lucasz Habaj (Polen) noch vor der ersten Sonderprüfung des Tages ausschied, eröffneten Wagner und Winter als erstes Fahrzeug auf der Strecke über den gesamten Sonntag hinweg die Sonderprüfungen. Dieser im Vergleich zur späten Startposition des ersten Tages deutliche Vorteil, in Kombination mit Wagners verbessertem Gesundheitszustand und der wachsenden Erfahrung mit dem brandneuen Skoda Fabia R5 Evo machten sich auch in den Zeiten deutlich bemerkbar. Mit konstanten Top-7- Zeiten arbeiteten sich die Österreicher nicht nur auf Platz 3 der Junioren-Wertung, sondern auch auf einen starken 6. Gesamtplatz vor und geben beide Platzierungen bis ins Ziel nicht mehr ab.

„Es ist unglaublich die Barum Rallye, die in meinen Augen schwierigste Asphaltrallye in Europa, gleich bei meiner Premiere im R5 auf dem Juniorenpodium und aufPlatz 6 gesamt zu beenden. Schon der Start hier war ein großer Traum von mir und mit diesem Ergebnis abzuschließen ist einfach super.“, strahlt Wagner im Ziel.„Vielen Dank an alle Sponsoren und Unterstützer die das alles ermöglichen, vor allem aber auch vielen Dank an mein Team von Eurosol Racing mit Teamchef Janos Puskadi. Diese Woche war sicher nicht einfach aber das Team hat immer hinter mir gestanden und mir nur eine Woche nach dessen Auslieferung ein Top-Fahrzeug bereitgestellt. Wer mich kennt weiß, dass ich immer noch etwas mehr möchte und richtig zufrieden erst dann bin, wenn ich ganz oben auf dem Treppchen stehe. Ich hoffe, dass ich dafür auf internationaler Bühne noch Gelegenheit bekomme aber für den Moment genießen wir einfach, was wir hier gemeinsam geschafft haben.“,so Wagner abschließend.

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