BMP-Motorsportfotos - Rallyefotos aus Österreich
bmpTV - Motorsportvideos aus Österreich - by Patrick Butschell

Manuel Wurm

Topergebnis im Lavanttal

Wolfsberg.Der Rallyefahrer aus dem Bezirk Freistadt konnte mit seinem neuen Copiloten Michael Wenzel den dritten ÖM-Lauf als viertbester Rally3-Pilot beenden.

Manuel Wurm war bei der 48. Austragung der Traditionsrallye in Kärnten wieder mit einem Renault Clio Rally3 des Teams Gassner Motorsport am Start. Mit neuem Copiloten, Michael Wenzel aus Deutschland, war für Wurm jedoch vieles neu: „Michael hat viel Erfahrung, von der ich profitiere. Wir haben bei mir zuhause Schriebtraining gemacht und die Vorgehensweise komplett umgestellt.“ Rallyefahrer vertrauen auf den Aufschrieb, der während der Besichtigung erstellt und dann anhand von Videos präzisiert wird. Er gibt dem Piloten im Wettbewerb vor, wie der Streckenverlauf am schnellsten zu bewältigen ist. „Dazu braucht es normalerweise jahrelange Arbeit. Mit einem Profi wie Michael am Beifahrersitz konnten wir einige Schritte überspringen“, so Manuel Wurm.

Im Lavanttal konnte das neu formierte Duo gleich Akzente setzen. Nach dem Freitag und einer fünftbesten WP-Zeit auf der Nachtprüfung im Arlinggraben lagen Wurm/Wenzel als viertbestes Rally3-Team auch auf Zwischenrang fünf der ORM2-Wertung. Bei trockeneren Bedingungen am Samstag rutschte Wurm auf dem Rundkurs Eitweg 2 zwar einen Platz nach hinten, dennoch konnte mit Rang sechs ein Spitzenplatz gehalten werden: „Wir haben viele Dinge in der Herangehensweise geändert und wussten nicht, ob wir das gleich beim ersten Mal umsetzen können. Aber die Stoppuhr lügt nicht, und ich konnte mich deutlich steigern“, freute sich der 36-jährige Unternehmer über die Leistungssteigerung. „Ich möchte mich vor allem bei Teamchef Hermann Gaßner jun. und seiner Frau Ursula bedanken, die viel Zeit investiert haben, damit wir das schaffen.“ In der Gesamtwertung unter 70 gestarteten Teilnehmern konnten Wurm/Wenzel als 14. ebenfalls ein starkes Ergebnis erzielen.

Auf der Zielrampe wurde Wurm nicht nur von seiner Familie, die ihn begleitete, gefeiert, sondern auch von den Kärntner Fans applaudiert: „Was für eine geile Rallye! Super Strecken mit Schotter, Sprüngen und sehr selektiven Passagen – da ist wirklich alles dabei. Die Lavanttal-Rallye gehört ab sofort zu meinen Favoriten.“ Einziger Wermutstropfen war die festgelegte Startreihenfolge: Als 37. wurde der Oberösterreicher zu Beginn der Rallye hinter langsamere Fahrzeuge gereiht. „Wir waren doch verwundert, als wir das erfahren haben. Wir haben uns aber nicht beschwert, sondern uns auf unsere Leistung konzentriert und auf der Strecke abgeliefert.“ Beim ersten Durchgang vor der Umreihung am Freitagnachmittag lief das österreichisch-deutsche Duo dann auch gleich zweimal auf einen anderen Teilnehmer auf, was entsprechend Zeit kostete.

Den nächsten Staatsmeisterschafslauf in Judenburg (Steiermark) lässt Wurm aufgrund von Terminüberschneidungen aus. „Ich werde stattdessen eine kleinere Rallye zur Vorbereitung auf den ORM-Lauf in Weiz (16.–18. Juli 2026) bestreiten.“

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