
Wolfsberg.Von den zwei Opel Corsa Rally4, die für das Team von Waldherr Motorsport bei der
Kärntner Lavanttal-Rallye im Einsatz waren, kam keiner ins Ziel.
Mit zwei Teams ist die Crew von WMS – Waldherr Motorsport nach Wolfsberg angereist, um bei der 48. Ausgabe der Lavanttal-Rallye zu reüssieren. Mit Gerd Koschier und Ingo Otti stand ein Kärntner Duo am Start, das den Rallye-Klassiker praktisch von Kindheit auf verfolgt und auch schon mehrmals bestritten hat. Als zweites Zweigespann agierte der erst 20-jährige Lukas Wilhelm aus Guntramsdorf, der sich in der Rallye-Lernphase befindet und auch deshalb mit Christina Ettel eine erfahrene Copilotin im Cockpit sitzen hat. Beide Teams waren mit Opel Corsa Rally4 von Waldherr Motorsport ausgestattet und in derTEC7 ORM 3 auf Punktejagd.
Satt wurde von der Beute, soviel vorweg, keiner. Denn beide Autos standen schon im Service, bevor die Rallye zu Ende war. Gerd Koschier wurde die letzte Prüfung des ersten Tages, der berüchtigte Arlinggraben, zum Verhängnis. Lukas Wilhelm, der schon zuletzt beider Rebenland-Rallye artistisch abflog, scheiterte am nicht minder gefürchteten Rundkurs in Eitweg.
„Der einzige Umstand, um wirklich glücklich zu sein, besteht darin, dass sich keiner der Protagonisten verletzt hat“, brachte es Teamchef Luca Waldherr auf den Punkt. Wieviel Glück tatsächlich dabei mitspielte, konnte jeder sehen, der an Gerd Koschiers heftig ramponiertem Fahrzeug vorbeiging, das am Serviceplatz des WMS-Teams abgestellt war.
Gerd Koschier zu seinem Missgeschick: „Es waren sehr schwierige Verhältnisse am Freitag. Durch den Regen war alles sehr rutschig und schmierig. Leider habe ich mich in der Reifenwahl kontinuierlich vergriffen. Auch auf der SP 10 war ich bei der Nässe mit Slicks draußen. Am Ende landeten wir doch relativ heftig an einem Baum. Ich bin jetzt zwei Jahrelang keine Rallye gefahren, habe von Anfang an kein richtiges Gespür fürs Auto gefunden. Letztendlich hat mir für diese anspruchsvolle Rallye vielleicht auch die Übung gefehlt.“